Das Mindesthaltbarkeitsdatum stimmt ...
aber eben nur "mindestens".
Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird vermehrt in Frage gestellt, weil viele Verbraucher zu erkennen glauben, dass es sich häufig um organisiere Verschwendung handelt. Viele Konsumenten sehen es als Wegwerfdatum an, statt Vernunft und Logik einzusetzten, und ein Lebensmittel durch ihre Sinne zu überprüfen, wie es noch jeder vor zwei, drei Generationen tat.
Beispiele:
Es wird aufgeräum, Dezember 2011. Aus dem Schrank kommen:
- eine Packung "Carlini Fusilli" in Broccoli-Mandelsoße zum Vorschein, so eine Art Miraculix, Mindesthaltbarkeitsdatum Juni 2004, also vermutlich Baujahr 2002. Erstanden wurde sie vermutlich seinerzeit bei Aldi und für den Notfall, wenn mal nichts im Hause wäre. Dabei wurde sie in eine Ecke geschoben und vergessen.
Also aufgemacht: Die Nudeln sind luftdicht in Plastik eingepackt, die Soße in Form von Pulver in einer luftdichten Aluminiumverpackung, rieselt anstandslos aus der Öffnung.
Anleitung befolgt und gegessen. Wunderbar, kein Problem, die zweite Hälfte von angegebenen 3-4 Portionen am Folgetag.
Wer jetzt argumentieren wollte, ja, aber es gebe keine Vitamine mehr o.ä., dem kann man nur sagen, dass es die schon bei Kauf nicht mehr gab. Die Mahlzeit sättigt, liefert Kohlehydrate und vielleicht ein wenig Fett. Mehr nicht.
- Güster-Kartoffelpürree, Mindesthaltbarkeitsdatum 21.1.11. Das letzte von vier Päcken in einer Alutüte beschert zwei Mahlzeiten.
Dass ein Mindesthaltbarkeitsdatum wirklich nur ein "mindestens" bedeutet, wurde bei einer ebenfalls vergessenen Packung Lachs in Scheiben deutlich. Die war sieben Monate über die Zeit. Eine Geruchsprobe bewies, dass der Inhalt in Ordnung war. Schmecken tat der Lachs himmlisch, butterzart wie noch nie. Zweite Hälfte wieder am Folgetag.
Die Autorin hat´s nicht nur anstandslos überlebt sondern auch noch einen Genuss gehabt.
Dass mit diesen Datumsangaben etwas nicht stimmen kann, sieht man beispielsweise auch daran, dass selbst auf Salzpäckchen eines prangt. Das ist völlig unlogisch, denn Steinsalz ist Millionen Jahre alt. Ähnlich Mineralwasser. Das sind meist eizeitliche Wässer,, somit rund 20.000-40.000 Jahre alt. Die Mineralien entspringen natürlich nicht nur dem umgebenden Gestein, sondern allem, was dort kreuchte und fleuchte: Pflanzen, Würmer, Muscheln, Fischen, Mammuten, Moorleichen und alten Socken (?) ... halt allem, was man sich in einem Sumpf halt vorstellen könnte. Seltsam, dass bei Mineralwasser kein Ekel auftritt ...
Warum das also? Weil´s die EU so will, deshalb.
Wer nicht nachdenkt, wirft das Salz eben weg.

