Eisbär auf Island

Angeschwemmt aus Grönland

Eisbären auf Island

Reise auf der Eisscholle

Ein Eisbär auf Island? Das sieht man selten. Diese Tiere gehören dort nicht zur natürlichen Fauna, sondern gelangen nur manchmal zufällig von Grönland auf die Insel. Nach der langen Reise auf der Eisscholle erweist sich das "rettende Land" jedoch als lebensgefährlich: Gestrandete Eisbären werden auf Island erschossen.

Gründe für das "Erschießungsgesetz" gibt es gleich mehrere: Die Bären sind zu gefährlich, sie sind nicht vom Aussterben bedroht und ihre Rettung ist zu teuer. Eine Gefangennahme, z.B. für den Zoo, ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Dann darf der Bär keine Möglichkeit haben, ins Meer zu gelangen; die Sicht muss gut sein und natürlich darf kein Mensch gefährdet sein.

Der weltweite Bestand von rund 22 000 Eisbären verteilt sich hauptsächlich auf Sibirien, Kanada und Grönland. Die Erwärmung des Meeres und das Schmelzen des Polareises werden künftig vermutlich noch mehr Eisbären nach Island bringen. Sie werden oft auf einer Eisscholle von Grönland weggeschwemmt.